Nur wenige Immobilienkäufer haben so viel Eigenkapital um eine Immobilie ohne Kredit komplett selbst zu bezahlen. Folglich müssen sich die meisten Erwerber für die Immobilie Geld leihen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Die gängigste Variante ist ein Bankdarlehen. Dabei werden nicht nur die Höhe des Kredits, sondern auch die zu zahlenden Zinsen und die Laufzeit festgelegt. Größter Vorteil ist dabei die hohe Planungssicherheit durch eine langfristige Zinsfestschreibung und gleichbleibende Raten.

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die klassische Form der Baufinanzierung. Die monatliche Kreditrate besteht aus Zins und Tilgung, wobei sich der Tilgungsanteil mit abnehmender Restschuld erhöht, da eine Baufinanzierung in der Regel mit gleichbleibenden Raten bedient wird.  Lange Zinsbindungen schützen den Verbraucher vor Zinsveränderungsrisiken. Ebenfalls sollte von an einen vernünftigen Tilgungsanteil gedacht werden, der die Laufzeit des Darlehens und damit die Gesamtkosten beeinflusst.

Tilgungsaussetzung mit Bausparen

Den meisten Deutschen ist der Bausparvertrag als Anlageform genauso bekannt wie die Lebensversicherung oder das Sparbuch. Seit Jahrzehnten gehört er in vielen Haushalten zu den traditionellen Finanzprodukten. Bausparverträge helfen in der Regel, zielgerichtet Eigenkapital für einen Immobilienwunsch aufzubauen.  In gängigen Bauspartarifen spart der Kunde 40 % der Bausparsumme an und erhält dann 60 % der Bausparsumme als Darlehen.

Bausparen gibt es in Deutschland schon seit dem 19. Jahrhundert. Beim Bausparen gilt das Solidarprinzip. Hierbei zahlen viele Sparer in einen gemeinsamen Topf. In der Abschlussphase entscheidet sich ein Kunde für eine Bausparsumme und einen Tarif. In der Ansparphase wird regelmäßig in den Bausparvertrag eingezahlt. In der Zuteilungsphase warten Bausparer auf die Auszahlung des Bauspardarlehens. In der Darlehensphase wird das Bauspardarlehen wie ein Annuitätendarlehen einer Bank getilgt.

Volltilgerdarlehen

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Ein Volltilgerdarlehen bietet eine attraktive Möglichkeit seine Finanzierung von Anfang bis Ende zu planen und somit das Risiko von steigenden Zinsen zu eliminieren. Es funktioniert wie ein klassisches Annuitätendarlehen mit Zins und Tilgung. Der Tilgungssatz (z.B. 1% oder 3%) wird hier durch die feste Laufzeit bestimmt nach der das Darlehen vollständig zurück bezahlt werden soll. Je kürzer die Darlehenszeit ist, desto höher ist die monatliche Belastung. Die Banken räumen bei dieser Art von Darlehen Zinsrabatte ein, lassen aber häufig keine Sondertilgungen zu.